lübeck in a box

 
konzept *


mit lübeck in a box wird ein kunstwerk realisiert, das das erleben der hansestadt lübeck zum thema hat und ästhetisch reflektiert. mittels dieser arbeit werden die "bilder", die wir von lübeck verinnerlicht haben, zusätzlich an physische materialitäten gekoppelt, in einem aktiven handlungsprozess befragt:

öffnet der runstrezipient die box, so eröffnet sich ihm die möglichkeit wesentliche momente von lübeck in übertragener, verdichteter weise zu erleben. vorne in der box liegen in einem großen fach mehrere, ungefähr faustgroße fundstücke. diese gegenstände sollten vom benutzer/betrachter in die hand genommen, ertastet und vielleicht auch errochen werden. Im hinteren teil der box sind drei designierte plätze, auf die jeweils einer der fundobjekte gelegt werden können. Durch die verschiedene kombinationen, der lage der gegenstände auf den drei plätzen, bewirkt der benutzer, das verschiedene videosequenzen mittels eines videoprojektors an eine wand projiziert werden und diverse geräusche mittels lautsprecher im raum erklingen. die videos und geräusche lassen - allerdings an der grenze der identifizierbarkeit - typische sinneseindrücke aus lübeck erahnen. doch gemeinsam mit dem berühren und abwiegen, dem spüren von härte und weichheit, schwere oder leichtigkeit, massivität oder fragilität, aber auch dem erriechen und schließlich durch das hantieren mit den fundgegenständen werden beim betrachter eine fülle von assoziationen und interpretationen der bewegten bilder und geräusche hervorgerufen. diese ermöglichen schließlich auf neuartige, ungewohnte art und weise, unmittelbar typisch lübsches zu erleben.
der rezipient vollendet mit seinem aktiven tun, spielerischem oder gezielten handeln, seiner assoziativen, an ein multisensuelles komplexes erleben gekoppelten imaginationskraft, die künstlerische arbeit.